Die Anfrage kam vor elf Tagen. Hallenbeleuchtung, Ladeinfrastruktur, eine Unterverteilung, die erweitert werden muss. Du wusstest sofort: das können wir.
Dann kam der Tag dazwischen. Die Baustelle. Der Monteur, dem Material fehlt. Der Kunde, der dreimal anruft. Und die vierzig anderen, die auch etwas wollten. Fünfzig Mal hat heute das Telefon geklingelt, und kein einziges Mal ging es um das Angebot, das du schreiben müsstest. Abends liegt das Leistungsverzeichnis immer noch da. 200 Positionen. Du bist seit halb sechs auf den Beinen.
Um halb sieben sind die Monteure weg, die Halle ist dunkel, im Büro brennt noch eine Lampe. Du schreibst nach Hause, es wird später. Es werden drei Stunden. Zu Hause bekommt ein Teller einen Deckel, dein Stuhl bleibt leer, und im Büro klappert die Tastatur.
Und wenn der Stapel zu hoch wird, wandert er ins Wochenende. Samstagvormittag, wenn kein Monteur etwas braucht und das Telefon still ist, ist die produktivste Kalkulationszeit der ganzen Woche. Das weißt du. Zu Hause weiß man es auch.
Es gehört nicht dazu. Nicht mehr. Aber erst kommt noch die bitterste Mail der Branche.